Chronik Köpenick

Fr, 12. Dezember 2014
Morddrohung gegen Runden-Tisch-Sprecher
Der Sprecher der Bürgerinitiative „Welcome refugees!“ und Sprecher des Runden Tisches im Allende-Viertel I wurde online bedroht. Eine vermeintliche Teilnehmerin der rassistischen Picknicks im Allende-Viertel schrieb, dass er „sein Leben verwirkt“ hat und, dass sie ihn tot schlagen würde.

Fr, 12. Dezember 2014
80 Rassist*innen verdrängt und gestoppt
Zum wöchentlichen Freitagsaufmarsch von Neonazis und Rassist*innen gegen das Containerlager im Allende-Viertel erschienen nurnoch 80 Teilnehmer*innen. Damit hält der Abwärtstrend bei den Teilnehmer*innenzahlen in Köpenick an. Es sind vor allem immer weniger Bürger bei dem Aufmarsch. Redner waren ausschließlich der Vorsitzende der NPD-Marzahn Andreas Käfer und die Anmelderin Nadine Leonhardt. Ordner waren unter anderem die bekannten Neonazis Benjamin Weise, Manuel Arnold und Andreas Thomä. Wieder musste die rassistische Versammlung am Waldrand ohne Öffentlichkeitswirkung starten und führte mit ihrer Route durch Einfamilienhaussiedlungen und dunkle, kleine Straßen. Zeitgleich zogen 150 Antifaschist*innen durch Köpenick und das Allende-Viertel. Ihnen gelang es, den rassistischen Aufmarsch für eine Stunde zu stoppen.

Mi, 10. Dezember 2014
Rassistische Lichterkette (3)
Vor der Baustelle im Salvador-Allende Viertel,an der die neue Unterkunft für Geflüchtete entsteht, fand eine rassistisch motivierte Lichterkette statt.

Mo, 8. Dezember 2014
Rassistische Zettel in Adlershof
In der Nähe der Heide-Grundschule wurden mehrere Zettel mit rassistischem Inhalt verteilt.

So, 7. Dezember 2014
Picknick von Heim-Gegner*innen (5)
Heute haben sich zum fünften Mal Personen zu einem Picknick in der Alfred-Randt-Straße getroffen. Organisiert wurde das Picknick von Heim-Gegner*innen die sich auf verschiedenen Facebook-Seiten organisieren auf denen es zu rassistischen Äußerungen und Gewaltandrohungen in Bezug auf die zukünftigen Bewohner*innen der Unterkunft für geflüchtete Menschen und Asylsuchende kommt.

Sa, 6. Dezember 2014
Rassistische Kundgebungstour endet in Köpenick
Die NPD beendete im Salvador-Allende Viertel, direkt vor der neuen Unterkunft, ihre Kundgebungstour. Zuvor waren sie in Hohenschönhausen, Marzahn und Berlin-Buch um gegen Geflüchtete zu hetzen.

Fr, 5. Dezember 2014
Rassistische Klage eingereicht
Mehrere Anwohner*innen, unter anderem Udo Voigt von der NPD, klagen beim Verwaltungsgericht gegen die Errichtung der neuen Unterkünfte für Geflüchtete in Rahnsdorf und Köpenick.

Fr, 5. Dezember 2014
Angriff auf Antirassist*innen
Teilnehmende einer antirassistischen Demonstration wurden auf dem Heimweg an der Haltestelle „Freiheit“ angepöbelt. Der Pöbelnde zerschlug einem Teilnehmer eine Flasche auf dem Kopf.

Fr, 5. Dezember 2014
Rassist*innen an den Waldrand verdrängt
Am Freitag Abend riefen Nazis und rassistische Bürgerinitiativen erneut zu einem Aufmarsch im Köpenicker Allende-Viertel auf. Wie bereits in der Woche waren ihnen jedoch Antifaschist*innen zuvor gekommen. Die 200 Rassist*innen mussten daher an den Waldrand ausweichen und konnten von da aus nur durch eine Einfamilienhaussiedlung ziehen, während 150 Antifaschist*innen mit einer Demonstration vom S-Bhf Köpenick an der Baustelle des Containerlagers vorbei ihre Solidarität mit Geflüchteten ausdrückten. Das Fronttransparent der Rassisten-Demo wurde u.A. von dem Berliner NPD-Vorsitzenden Sebastian Schmidtke getragen.

Mo, 1. Dezember 2014
Rassistische Propaganda am Rathaus Köpenick
Kurz nach 8 Uhr klebte im Eingangsbereich des Bürgeramtes im Rathaus Köpenick ein Aufkleber „Nein zum Heim“.

So, 30. November 2014
„Rahnsdorfer Widerstand“ auf dem Weihnachtsmarkt
Auf dem Weihnachtsmarkt in Rahnsdorf organisierte der sogenannte „Rahnsdorfer Widerstand“ einen Infostand mit einem Transparent und rassistischen Flyern.

So, 30. November 2014
Picknick von Heim-Gegner*innen (4)
Heute haben sich zum vierten Mal Personen zu einem Picknick in der Alfred-Randt-Straße getroffen. Organisiert wurde das Picknick von Heim-Gegner*innen die sich auf verschiedenen Facebook-Seiten organisieren auf denen es zu rassistischen Äußerungen und Gewaltandrohungen in Bezug auf die zukünftigen Bewohner*innen der Unterkunft für geflüchtete Menschen und Asylsuchende kommt.

Fr, 28. November 2014
Rassistische Pöbeleien im Netto
Im Netto in der Kaulsdorfer Straße unterhielten sich Mitarbeiterinnen und ein Kunde lautstark auf rassistische Weise über Geflüchtete.

Fr, 28. November 2014
Antirassistische Demonstration angegriffen
Eine antifaschistische Demonstration mit über 200 Teilnehmer*innen, für die nur einen Tag mobilisiert werden konnte, verhindert den angekündigten dritten Aufmarsch von Neonazis und anderen Rassist*innen gegen die geplante Containerunterkunft im Köpenicker Allende-Viertel. Die Anmeldung der Heimgegner*innen wurde angesichts der angekündigten Proteste von der Anmelderin zurückgezogen. Geduldet von der Berliner Polizei konnte sich dennoch eine Gruppe von 50 aufgebrachten und zum Teil stark alkoholisierten Rassist*innen sammeln und den Aufzug attackieren. Nichts desto trotz nahm die Polizei vor allem Teilnehmer*innen der antifaschistischen Demo unter fadenscheinigen Begründungen fest.

Do, 27. November 2014
Werbung für rassistische Demo
Im Salvador-Allende Viertel wurden Poster verklebt, die für eine rassistische Demo werben.

Mi, 26. November 2014
Rassistische Lichterkette (2)
Vor der Baustelle im Salvador-Allende Viertel, an der die neue Unterkunft für Geflüchtete entsteht, fand eine rassistisch motivierte Lichterkette statt.

So, 23. November 2014
Picknick von Heim-Gegner*innen (3)
Heute haben sich zum dritten Mal Personen zu einem Picknick in der Alfred-Randt-Straße getroffen. Organisiert wurde das Picknick von Heim-Gegner*innen die sich auf verschiedenen Facebook-Seiten organisieren auf denen es zu rassistischen Äußerungen und Gewaltandrohungen in Bezug auf die zukünftigen Bewohner*innen der Unterkunft für geflüchtete Menschen und Asylsuchende kommt.

Fr, 21. November 2014
Neonazistische Mobilisierung am Treptower-Park
Um den S-Bahnhof Treptower Park wurden massenhaft Sticker verklebt die für eine neonazistische Demo in Marzahn warben.

Fr, 21. November 2014
Rassistische Demo mit Nazi-Beteiligung im Allende-Viertel (2)
Im Allende II fand zum zweiten Mal eine rassistische Demonstration gegen eine neue Unterkunft für Geflüchtete statt. Wie bei der Demonstration am 15.11 beteiligten sich wieder bekannte Neonazis an dem Aufmarsch.

Mi, 19. November 2014
Rassistische Lichterkette
Vor der Baustelle im Salvador-Allende Viertel,an der die neue Unterkunft für Geflüchtete entsteht, fand eine rassistisch motivierte Lichterkette statt.

So, 16. November 2014
Picknick von Heim-Gegner*innen (2)
Heute haben sich wieder Personen zu einem Picknick in der Alfred-Randt-Straße getroffen. Organisiert wurde das Picknick von Heim-Gegner*innen die sich auf verschiedenen Facebook-Seiten organisieren auf denen es zu rassistischen Äußerungen und Gewaltandrohungen in Bezug auf die zukünftigen Bewohner*innen der Unterkunft für geflüchtete Menschen und Asylsuchende kommt.

Sa, 15. November 2014
Rassistische Demo mit Nazi-Beteiligung im Allende-Viertel
Im Allende II fand eine Demonstration entlang der Alfred-Randt-Straße statt. An der Demonstration beteiligten sich bis zu 100 Neonazis aus dem Umfeld von NW-Berlin, NPD-Berlin und Die Rechte-Berlin als RednerInnnen, OrdnerInnen und Fronttransparent-HalterInnen. Auf der Abschlusskundgebung sprach unter Anderem der Berliner NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke. Währenddessen wurden fortwährend rassistische Parolen gerufen. Dabei sahen sich mehrere Pressevertreter_innen Gewaltandrohungen und tätlichen Angriffen von Nazis ausgesetzt, die unter den Augen der untätigen Polizei geschahen.

Sa, 15. November 2014
Antifaschist*innen bedroht
Im Vorfeld der rassistischen Demonstration entlang der Alfred-Randt-Straße bedrohte eine Gruppe von Neonazis, teils vermummt, aus dem Umfeld von NPD-Berlin, NW-Berlin und Die Rechte-Berlin Antifaschist*innen, die auf dem Weg zur antirassistischen Gegenkundgebung waren.

Di, 11. November 2014
Arbeitssitzung von rassistischen Bürger*innen gestört
Im Wohngebietszentrum Allende II fand eine interne Arbeitssitzung zur Schaffung einer Willkommenskultur für geflüchtete Menschen im Allende-Viertel statt. Der Bürgerverein Allendeviertel Köpenick hat unerlaubterweise die interne Einladung an Anwohner*innen verteilt. Daraufhin versammelten sich ca 100 Anwohner*innen die zu der Veranstaltung wollten, jedoch aufgrund der Struktur der Veranstaltung nicht hinein gelassen wurden. Viele Bürger*innen äußerten sich daraufhin rassistisch gegenüber den Veranstalter*innen.

So, 9. November 2014
Picknick von Heim-Gegner*innen
Ausgerechnet am 9. November versammelten sich ca. 150 Personen zu einem Picknick im Allende-Viertel in der Alfred-Randt-Straße. Organisiert wurde das Picknick von Heim-Gegner*innen die sich auf verschiedenen Facebook-Seiten organisieren auf denen es zu rassistischen Äußerungen und Gewaltandrohungen in Bezug auf die zukünftigen Bewohner*innen der Unterkunft für geflüchtete Menschen und Asylsuchende kommt.

Sa, 8. November 2014
Bauzäune verhakt
An der Baustelle wo die zukünftige Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen im Allende II entstehen wird, wurden in der Nacht zum 9. November die Bauzäune umgeworfen und ineinander verhakt.

Mo, 3. November 2014
Rassistische Propaganda im Allende II
Im Allende II wurden rassistische Flyer in Briefkästen gesteckt. Darin wurde versteckt zu Gewalt gegen Gemeinschaftsunterkünfte aufgerufen.

Do, 30. Oktober 2014
Bauzäune umgeworfen
In der Alfred-Randt Straße, am Ort wo die zukünftige Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete entstehen soll, wurden die Bauzäune umgeworfen. Die rassistische Facebook-Gruppe „Nein zum Heim in Köpenick“ feierte die Sachbeschädigung als legitimen Protest der Anwohner*innen.

Mo, 27. Oktober 2014
Rassistische Zettel in Hessenwinkel
In Hessenwinkel in Rahnsdorf sind rassistische Zettel an Laternen aufgehängt worden.

Mo, 27. Oktober 2014
Rassistischer Angriff in der Wendenschloßstraße
In der Nähe der Wendenschloßstraße wurde ein Ehepaar rassistisch beleidigt und geschlagen.

Mi, 22. Oktober 2014
Rassistische Zensur in der Brückenstraße
In der Brückenstraße wurde bei einem Werbeplakat das Gesicht eines Schwarzen herausgeschnitten.

Mi, 21. Oktober 2014
Rassistische Petition
Gegen die geplante Unterbringung von Geflüchteten in Containern in Köpenick wurde eine rassistische Online-Petition gestartet. Die Betreiber*innen der Homepage Open-Petition haben die Petition gelöscht, da sie gegen ihre Nutzungsbedingungen verstößt.

Quellen: Diese Chronik ist dem Berliner Register (www.berliner-register.de) und dem Portal Antifa-Berlin (www.antifa-berlin.info) entnommen.